Beim Hausbau sparen

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Der Bau eines Hauses ist für die meisten Menschen die größte Investition in ihrem Leben. Oft wird das Gebäude am Ende viel teurer als ursprünglich gedacht. Dabei lassen sich die Kosten reduzieren, ohne Qualität und Komfort zu verringern.

 

1. Über die Stadtgrenze hinaus schauen

„Das Grundstück ist der größte Kostenfaktor“, sagt Florian Becker vom Bauherren-Schutzbund.

„Es verschlingt 25 Prozent der Kosten und mehr.“ Gerade die Lage entscheidet über den Preis. Viele Bauherren seien auf bestimmte Lagen innerhalb der Städte fixiert, so Becker. „Dabei kann ein Grundstück, das nur zehn bis 15 Kilometer entfernt liegt, schon um 20 bis 30 Prozentgünstiger sein.“

 

2. Wohnfläche optimal ausnutzen

Bei der Wohnfläche kommt es im Eigenheim nicht unbedingt auf die Größe an. Viel Platz, der nicht gut durchdacht ist oder nicht gut genutzt werden kann, schränkt sogar ein. „Mit einem intelligent auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Haus werden Eigentümer auf lange Sichtglücklicher“, sagt der Bauingenieur Klaus-Jürgen Edelhäuser. Und das spart Geld. „30 Quadratmeterweniger Wohnfläche können 60 000 Euro und mehr Kostenreduzierung entsprechen“, erklärt der Architekturautor Thomas Drexel.

 

3. Günstig, aber nicht billig bauen

Qualität hat ihren Preis. Aber nicht im ganzen Haus muss es hochwertige Designerware sein. „Alles, was im Haus leicht austauschbar ist, kann zunächst in einem geringen oder mittleren Standard gekauft werden“, rät Edelhäuser. „Bei fest mit dem Gebäude verbundenen Teilen wie Fenstern sollte man aber lieber gleich die höhere Qualität wählen.“

 

4. Arbeitskosten gehen richtig ins Geld

Die größten Kosten beim Innenausbau verursachen nicht unbedingt die teuren Armaturen oder die hochwertige Küche. „Es sind die Arbeitskosten für Baufirmen und Handwerker“, erklärt Drexel. Besonders aufwendige und knifflige Arbeiten treiben die Preise in die Höhe. Auch hier können Bauherren etwas tun: Wer sich vorher mit der Materie befasst und nicht so arbeitsintensive Aufträge vergibt, kann viel sparen. Auch Eigenleistungen verringern die Arbeitskosten.

 

5. Zweitrangige Projekte verschieben

„Manche Dinge lassen sich verschieben“, sagt Becker. Zum Beispiel die Gestaltung der Außenflächen kann warten. „Allerdings ist darauf zu achten, dass die Zugänge zum Haus für Bewohner und Besucher trotzdem sicher und halbwegs komfortabel sind.“

 

6. Ein Stück weit im Voraus denken

Auch wenn es etwas teurer wird: Investitionen, die das Haus zukunftssicher machen, darf man beim Neubau nicht scheuen. Später ziehen die Kinder aus, die Bewohner werden älter. Vielleicht wird dann die obere Etage des Hauses vermietet oder Räume müssen altersgerecht umgebaut werden. Dafür lassen sich schon beim Neubau Weichen stellen - sei es mit einer separaten Treppe zum Obergeschoss oder einem Badezimmer im Erdgeschoss. Das ist allemal günstiger, als später teuer umzubauen.