Lebensraum Garten

1. Winterhilfe für Tiere

Gartenbesitzer sollten tote Äste und verblühte Stauden besser nicht wegräumen, sondern über den Winter liegen lassen. Hohle Pflanzenstängel und altes Gehölz sind ein beliebtes Winterquartier für die gefährdeten Wildbienen, erklärt der Deutsche Tierschutzbund. Und auch Vögel profitieren von verblühten Pflanzen: In den Blütenresten finden sie Insekten, die als Nahrungsquelle dienen.

2. Jetzt Tisch fürs Frühjahr decken

Wer der Biene etwas Gutes tun will, kann jetzt in seinem Garten die Zwiebeln für Frühblüher wie den Elfen-Krokus setzen. „Sie blühen bereits im März und bieten damit Bienen sehr früh im Jahr Nahrung“, sagt Biologin Melanie von Orlow vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Elfen-Krokusse sind besonders robust und winterhart. Sie eignen sich auch für Gartenbesitzer, die statt einer Wildblumenwiese lieber einen glatten Rasen bevorzugen. Die zarten, meist fliederfarbenen Blüten lockern die Rasenfläche optisch auf. Die Pflanzenverbreiten sich wie von Zauberhand: „Einmal in den Rasengesetzt, säen sie sich ständig selbst aus“, sagt von Orlow. So entsteht mit der Zeit ein nektarreicher Blütenteppich.

 

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3. Nur Blau lockt Insekten

Auch Märzenbecher und Traubenhyazinthensind bei Bienenbeliebt. Wichtig zu wissen: Nur die Blautöne der Traubenhyazinthenlocken die Tiere an. Die Bienenexpertin hat die Erfahrung gemacht: „Die Bienenfliegen die weißen Traubenhyazinthen nicht an. “Wer den Insekten mehr Vielfalt beim Nahrungsangebot bieten will, kann einen Teilseines Gartens als Wildblumenwiesewachsen lassen. Hier kann man nachhelfen, indem man Kräuter- und Blumen-Samen aussäht. „Der feuchte Boden im Herbst eignet sich dafür besonders gut“, erklärt sie. Idealerweise verwenden Gärtner dabei nur heimische Wildblumensamen.

„Einige Händler bieten im Internet sogar regionalgewonnene Saatgüter an – sogenannte autochthone Mischungen. “Wichtig: die Saat gut andrücken und mit einem feinen Wasserstrahl wässern. Wollen Bienenfreunde im Herbst Sträucher oder Bäume pflanzen, müssen diese winterhartsein. Imkerin von Orlow empfiehlt beispielsweise den sogenannten Bienenbaum. Die Pflanze ist auch unter dem Namen Samthaarige Stinkesche (Tetradium daniellii)bekannt und stammt aus dem asiatischen Raum. Sieverströmt einen intensiven Duft. „Der Bienenbaum ist sehr nektarreich und bietet den Tieren im August und im September viel Nahrung“, sagt die Nabu-Expertin.

4. Auf Wurzelballen achten

Wichtig beim Kauf der Pflanzen: auf Qualität achten. „Der Wurzelballen sollte etwa genauso groß sein wie die Krone“, erklärt sie. Alternativ können Gärtner winterharte Gehölze wie Pfaffenhütchen oder Knallerbsenstrauch pflanzen. Wichtig in den ersten Tagen nach dem Einpflanzen ist, die Gehölze ausreichend zu wässern. „Dann fassen die Wurzeln schneller Fuß.“